45 jähriges Jubiläum der Verschwisterung Kahl Villefontaine

Begegnung mit Gästen aus den Kahler Partnerstädten während der Kerb 2026

Anlässlich des 45. Jubiläums der Verschwisterung Kahl-Villefontaine statteten 14 Besucher aus Villefontaine und 8 Gäste aus Budakalász uns Kahlern während der Kahler Kerb einen Besuch ab.

Den Freitagabend (24.07.2026) verbrachten die Gäste bei ihren Gastgebern.

Am Samstagmorgen (25.07.2026) fand ein offizieller Empfang durch Bürgermeisterin Julia Fischer vor dem Rathaus statt. Bei Sekt und einem kleinen Imbiss hieß Julia Fischer die Gäste willkommen und betonte, wie wichtig besonders in der heutigen Zeit die Freundschaft zwischen den Menschen Europas über Grenzen hinweg ist.  Sie gratulierte den Partnerschaftsvereinen von Kahl und Villefontaine zum Gelingen einer 45jährigen gegenseitigen Freundschaft und hoffte, dass diese noch lange andauern möge. Auch die Delegation aus Budakalász wurde herzlich willkommen geheißen.

Die Vorstände der Partnerschaftsvereine von Kahl, Villefontaine und Budakalász berieten sich in einer Vorstandssitzung über bevorstehende Vorhaben. Kahl und Villefontaine tauschen sich bereits regelmäßig in einer Videokonferenz aus. Künftig streben auch Kahl und Budakalász einen solchen Austausch an.

Nach einer Pause über Mittag nahmen die Gäste zusammen mit dem Kahler Partnerschaftsverein am Kerbumzug teil und konnten sich nach Ankunft auf der Kerb auf der Bühne kurz den Kahlern vorstellen. Anschließend nahmen die Gäste an den reservierten Tischen Platz und ließen es sich bei der Kerb gut gehen. Die Stimmung war bis zum späten Abend ausgezeichnet.

Am Sonntag (26.07.2026) fuhren Gäste und Gastgeber nach Hanau, wo sie einen Gottesdienst in der Niederländisch-Wallonischen Kirche erlebten. Anschließend erläuterte der Pfarrer, wie es zur Gründung dieser Kirche kam und warum der Gottesdienst noch bis vor Kurzem in den Sprachen Deutsch, Französisch und Niederländisch gehalten wurde. Vor der Kirche gab es noch Kaffee und Kuchen, dann schlossen sich die Franzosen mit ihren Gastgebern Vera Hoffmann zu einer Führung durch Hanau an. Für die Ungarn und ihre Gastgeber hielt Erika Deutsch aus Großkrotzenburg eine Führung durch Hanau. Alle Gäste lernten Hanau auch als Brüder-Grimm-Stadt kennen.

Am Nachmittag trafen sich die Gäste, die Gastgeber und Interessierte aus dem Partnerschaftsverein zum Grillen auf dem Viktoria-Sportplatz. Es gab reichlich zu Essen und zu Trinken, und als alle satt waren, holte Frank Deisenroth die Gitarre heraus und animierte alle zum Singen. Nach kurzer Zeit entwickelte sich ein lustiges Wettsingen – Ungarn, Franzosen und Deutsche sangen Lieder in ihren jeweiligen Sprachen und forderten sich gegenseitig auf, in den anderen Sprachen fortzufahren…
Mit viel Freude trugen alle noch lange zahlreiche Lieder vor, teilweise sogar mit choreographischen Einlagen.

Am Abend fanden sich einige Gäste und Gastgeber wieder gut gelaunt bei der Kerb ein. Zu der Musik, die auf der Bühne dargeboten wurde, tanzten sie und sangen mit.

Am Montagmorgen (27.07.2026) waren die Gäste und der Vorstand des Partnerschaftsvereins von den Gemeindevertretern zu einem Weißwurstfrühstück auf der Kerb eingeladen. Bürgermeisterin Julia Fischer überreichte jedem der Gäste ein Schnapsglas mit Kahler Wappen zum Umhängen, dankte ihnen für ihren Besuch und wünschte den Partnerschaften weiteres gutes Gelingen, und dem Kahler Partnerschaftsverein dankte sie für die gute Organisation der Begegnung.

Leider mussten die meisten ungarischen Gäste gegen Mittag schon den Heimweg antreten.

Am frühen Nachmittag begaben sich alle anwesenden Gäste, Gastgeber und weitere Interessierte zu den Boulebahnen auf dem Gelände des Waldseebades. Es bildeten sich vier Mannschaften, die in einem Bouleturnier gegeneinander antraten. Engagiert wurden Kugeln möglichst nahe an das „Schweinchen“ (kleine Kugel) gezielt und genau nachgemessen, wer denn nun am nächsten ist. Dazu gab es Kaffee, Tee und Kuchen, aber auch Bier und alkoholfreie Getränke. Am Ende bekam jeder Teilnehmer eine Urkunde, in die eingetragen wurde, welchen Platz seine Mannschaft erzielt hatte, und man durfte sich noch einige Snacks aus einem großen Korb aussuchen.

Anschließend machten sich die verbleibenden drei Ungarn auf den Heimweg.

Die französischen Gäste und viele Boule-Teilnehmer begaben sich wieder auf die Kerb und lauschten einem französischen Medley des Musikvereins, der Sandhasenband und anderen Interpreten. Ein Franzose stellte fest, dass die Kahler sehr musikalisch sind.

Um 18 Uhr prämierten die Gäste auf der Bühne die besten drei Kerbborschen.

Die Beerdigung der Kerbborschen, die leider wegen der aktuellen Trockenheit nicht verbrannt werden dürfen, sowie die Beweinung durch die Klageweiber fanden die Gäste äußerst bemerkenswert.

Am Dienstagmorgen (28.07.2026) trafen sich die französischen Gäste und ihre Gastgeber am Rathaus zur offiziellen Verabschiedung. Christine Hieke vertrat dabei die Bürgermeisterin. Mit vielen Küsschen rechts und links und der Versicherung, sich möglichst bald wiederzusehen, traten manche Gäste den Heimweg an, andere erkundeten gemeinsam weitere Ziele in Deutschland.

Es war eine rundherum gelungene Begegnung, die uns allen viel Freude bereitet hat.

Wir freuen uns, einander möglichst bald wieder zu begegnen. Herzlichen Dank auch an die Bürgermeisterin und ihr Team für ihre tatkräftige Unterstützung.

Der Partnerschaftsverein Kahl e.V. bedankt sich auch beim Deutsch-Französischen Bürgerfonds für seine wichtige Unterstützung bei diesem Begegnungs-Projekt.

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